Vergesst das iPad! oder Die Revolution der Informationstechnologie und Unterhaltung
April 17th, 2010
Sprechen Sie Spanisch oder kennen Sie die Produktpräsentationen von Apple gut.
Dann werden Sie das folgende Video lieben - einfach reinklicken und genießen:
Und lassen Sie sich überraschen wie modern sich eine der größten Erfindungen der Menschheit auch noch verkaufen lässt.
Wahrnehmung gibt es umsonst, Wahrheit kostet Kraft.
Dezember 15th, 2009
Im Gegensatz zu dem, was man in manchen Kommunikationstrainings lernen kann, ist Wahrnehmung nichts was man lernen müsste. Exakte Wahrnehmung vielleicht schon eher.
Doch letztlich ist das was wir, was jeder einzelne wahrnimmt immer schon gegeben.
Spannender ist dagegen die Frage, wie realitätsnah diese Wahrnehmung ist.
Realitätsnah im Sinne einer objektiven Wahrheit und im Gegensatz zu einer subjektiven Wirklichkeit.
Dabei ist es durchaus lohnend und in Konflikten förderlich, zunächst in die Wahrnehmung des anderen hineinzuschlüpfen.
Diese bilden zusammen mit der eigenen Wahrnehmung wichtige Facetten der Wahrheit, für die gerade nicht gilt, dass von zwei widersprüchlichen Sichtweisen eine falsch sein müsse.
Die Wahrheit und die Realität lässt sich oft nur über den Umweg über die subjektiven Wahrnehmungen und Wirklichkeiten (re)konstruieren und genau das kostet Kraft.
Doch gerade in konfliktbeladenen Situationen bringt dieses Investment die allerbesten Zinsen.
Kommunikationstraining extrem
August 27th, 2009
Es ist durchaus üblich, in Kommunikationstrainings günstige und ungünstige Sprechweisen zu unterscheiden und das auch zu trainieren.
Egal, ob es um die Vermeidung des Wortes “Problem” geht oder darum Verallgemeinerungen zu unterlassen, es gibt die unterschiedlichsten Spielarten und auch die buntesten Trainingsmethoden.
Der Thriller “Verhandlungssache” illustriert in einer Schlüsselszene die hohe Schule der Verhandlungssprache bei Geiselnahmen. Sehen Sie selbst …
Wenn Ihnen stressfreie und respektvolle Trainings lieber sind, dann nutzen Sie doch einfach unsere individuellen Entwicklungsangebote vom Seminar bis zum persönlichen Coaching …
Einfach, aber doch schick …
August 17th, 2009
Dicke Bücher sind normalerweise das richtige für die Sommerzeit. Vorausgesetzt man hat die klassische Kombination Sommer, Sonne, Strand parat.
Wer sich jedoch in dieser Zeit eher durch den Dschungel der Businesswelt schlagen muss, dem sei folgendes Buch von Manfred Prior empfohlen:
MiniMax-Interventionen: 15 minimale Interventionen mit maximaler Wirkung
Diese fünfzehn genialen Sprachmuster sollte jeder Mensch kennen, üben und beherrschen, der sich und anderen Türen zur Veränderung öffnen will.
Bei amazon kann man zwar in das Buch hineinsehen, aber bei knapp 10 € ist es das beste, man kauft es einfach gleich … denn bereuen wir man es nicht.
Wie sorge ich in meinem Umfeld für eine gute Entwicklung?
März 28th, 2009
What you focus on gets bigger - Worauf man sich konzentriert, das wächst.
Dieser Spruch liegt einer Methode zugrunde die schnelle und nachhaltige Veränderung ermöglichen soll: der Appreciative Inquiry oder wertschätzenden Erkundung.
Der besonder Wert dieser Methode liegt in zwei einfachen Leitgedanken:
- Jeder Mensch, jedes Team und jede Organisation hat ein ungeahnt großes Potenzial, das manchmal schon aufblitzt.
- Menschen und Organisationen entwickeln sich immer dorthin, worauf sie ihre Aufmerksamkeit richten
Damit wird auch deutlich, wie man im eigenen Umfeld eine “gute Entwicklung” anzettelt - indem man die Menschen dabei erwischt, wenn sie ihr ungeahntes Potenzial zeigen und indem man seine eigene Aufmerksamkeit auf die “guten Seiten” im eigenen Umfeld konzentriert.
Klingt leicht - ist es manchmal (und manchmal auch nicht).
Doch den Versuch ist es allemal wert.
Welchen Wert haben Beschwerden …
März 6th, 2009
… das illustriert folgende Geschichte:
Nach jedem Flug füllen Piloten der Airline QANTAS ein Formular aus, auf dem sie die Mechaniker über Probleme informieren, die während des Flugs aufgetreten sind, und die eine Reparatur oder eine Korrektur erfordern.
Die Mechaniker informieren im Gegenzug auf dem unteren Teil des Formulars die Piloten darüber, welche Maßnahmen sie jeweils ergriffen haben, bevor das Flugzeug wieder startet.
Man kann nicht behaupten, dass das Bodenpersonal oder die Ingenieure hierbei humorlos waren. Hier einige Beschwerden und Probleme, die tatsachlich so von Piloten der Fluglinie QANTAS eingereicht wurden. Dazu der jeweilige Antwort-Kommentar der Mechaniker.
Übrigens ist Quantas die einzige große Airline, bei der es noch nie einen Absturz gab.
P = Problem, das vom Piloten berichtet wurde.
S = Die Lösung/ Maßnahme des Ingenieurs/Mechanikers.
P: Bereifung innen links muss fast erneuert werden.
S: Bereifung innen links fast erneuert.
P: Testflug OK, Landung mit Autopilot sehr hart.
S: Landung mit Autopilot bei diesem Flugzeugtyp nicht installiert.
P: Im Cockpit ist irgendetwas locker.
S: Wir haben im Cockpit irgendetwas wieder fest gemacht.
P: Tote Käfer auf der Scheibe.
S: Lebende Käfer im Lieferruckstand.
P: Der Autopilot leitet trotz Einstellung auf “Hohe halten” einen
Sinkflug von 200 fpm ein.
S: Wir können dieses Problem auf dem Boden leider nicht
nachvollziehen.
P: Hinweis auf undichte Stelle an der rechten Seite.
S: Hinweis entfernt.
P: DME ist unglaublich laut.
S: DME auf glaubwürdigere Lautstarke eingestellt.
P: IFF funktioniert nicht.
S: IFF funktioniert nie, wenn es ausgeschaltet ist.
P: Vermute Sprung in der Scheibe.
S: Vermute Sie haben recht.
P: Antrieb 3 fehlt.
S: Antrieb 3 nach kurzer Suche an der rechten Tragflache gefunden.
P: Flugzeug fliegt komisch.
S: Flugzeug ermahnt, ernst zu sein und anständig zu fliegen.
P: Zielradar summt.
S: Zielradar neu programmiert, so dass es jetzt in Worten spricht.
P: Maus im Cockpit.
S: Katze installiert.
Vielleicht hätten es die Piloten mit Präzisen Zielen versuchen sollen?
Die drei Siebe des Weisen
Februar 18th, 2009
Zum weisen Sokrates kam einer gelaufen und sagte:
„Höre, Sokrates, das muss ich dir erzählen!”
„Halte ein!” unterbricht ihn der Weise, “hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?”
“Drei Siebe?”, fragte der andere voller Verwunderung.
“Ja, guter Freund! Lass sehen, ob das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe hindurchgeht:
Das erste ist die Wahrheit.
Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?”
“Nein, ich hörte es erzählen und…”
“So, so! Aber sicher hast du es im zweiten Sieb geprüft.
Es ist das Sieb der Güte.
Ist das, was du mir erzählen willst gut?”
Zögernd sagte der andere: “Nein, im Gegenteil…”
“Hm”, unterbrach ihn der Weise, “so lasst uns auch das dritte Sieb noch anwenden. Ist es notwendig, dass du mir das erzählst?”
“Notwendig gerade nicht…?
“Also”, sagte lächelnd der Weise:
“wenn es weder wahr noch gut noch notwendig ist, so lass es begraben sein.“
Klare Sprache
Dezember 29th, 2008
Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen; und wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen.
Ludwig Wittgenstein - Tractatus logico-philosophicus
http://www.tractatus.hochholzer.info/index.php?site=vorwort
Menschen sind Sinnsucher
Dezember 28th, 2008
.. das beweist folgende Geschichte:
Im Jahr 1978 veröffentlichten der Psychologe Benzion Chanowitz und seine Kollegen die erstaunlichen Ergebnisse ihres Experimentes.
Sie stellten ihre “Versuchskaninchen” an einen Kopierer mit einer Schlange. Nun versuchten die Experimentatoren sich mit verschiedenen Taktiken vorzudrängeln und zwar mit drei verschiedenen Begründungen:
Der erste meinte nur “Entschuldigen Sie, darf ich vor?”.
Der zweite fragte “Entschuldigen Sie, darf ich vor, weil ich einige Kopien machen muss?”.
Der letzte sagte “”Entschuldigen Sie, darf ich vor, weil ich in Eile bin?
Es ist nun wahrscheinlich wenig überraschend, dass der Hinweis auf die Eile häufig als Begründung funktionierte: In 94 Prozent der Fälle kam der Drängler zum Zug, wie Benzion Chanowitz und seine Kollegen nachweisen konnten.
Ebensowenig überraschend ist, dass ohne ein “weil” auf den einleitenden Satz, nur 60 Prozent der Drängler erfolgreich waren (aber immerhin es waren eben zehn Prozent mehr als beim reinen Zufall, was die weit verbreitete Drängelpraxis erklärt, denn wäre sie erfolglos würde sie nicht überleben).
Der Knüller dagegen waren die Ergebnisse mit der “Placebo”-Begründung wie dem Hinweis auf die Kopien täuschen: Immer noch 93 Prozent ließen die Fragende daraufhin vor, obwohl sie sich damit nicht von den Interessen der anderen unterschieden, es also keine Veranlassung gab, ihnen den Vortritt einzuräumen.
Dies zeigt eindrucksvoll wie sehr Menschen einen Sinn hinter allem suchen. Und es zeigt auch wie sehr man die Kooperationsbereitschaft von Menschen stärken kann, wenn man ihnen nur einen halbwegs nachvollziehbaren Sinn liefert.
Journal of Personality and Social Psychology 36: 635-642 (1978)
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/619420